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Ernährung durch Alleinfuttermittel

2009 kauften Tierbesitzer im Wert von rund 760 Mio. EUR Trocken- oder Feuchtfutter für ihre Katze (IVH 2009), der Großteil davon Alleinfutter. Alleinfutter ist somit die beliebteste Fütterungsform für Katzen in Deutschland. Neben der einfachen Handhabung und dem geringen Zeitaufwand für den Tierbesitzer, spielt vor allem die garantierte Abdeckung des täglichen Nährstoffbedarfs eine wichtige Rolle.


Ein Alleinfuttermittel muss nach geltendem Gesetz eine Katze ausreichend mit allen Nährstoffen versorgen [mehr Informationen]. Eine Ergänzung mit selbst Gekochtem oder anderen Futtermitteln ist nicht notwendig. Da die Inhaltsstoffe der Futtermittel meist über dem Nährstoffbedarf liegen, kann eine Zufütterung mit beispielsweise extra Mineralfutter sogar schädlich sein, weil das Gleichgewicht der Zusammensetzung verändert wird.

 

Füttern Sie zusätzlich Katzensnacks, sollten Sie die Menge des Katzenfutters etwas reduzieren, um eine Gewichtszunahme der Katze zu vermeiden.

 

Das Alleinfutter gibt es als Nassfutter oder als Trockenfutter. Wofür Sie sich entscheiden, hängt von Ihren persönlichen Präferenzen und der Akzeptanz Ihrer Katze ab. In Deutschland wird Katzen deutlich mehr Nass- als Trockenfutter gefüttert (IVH 2009).


Bei unserem Futterfinder haben Sie die Möglichkeit vorher festzulegen, ob alle Produkte oder nur Trocken- bzw. Feuchtfutter vorgeschlagen werden sollen. Finden Sie jetzt das richtige Katzenfutter für Ihr Tier [Link Futterfinder] oder besuchen Sie direkt unseren Shop mit einer großen Auswahl an Katzenfuttern [Link Katzenfuttershop].


Feuchtfutter - hoher Fleischanteil und gern gefressen


Früher lieblos als „Dosenfutter“ bezeichnet, gibt es das Feuchtfutter heute neben der traditionellen Dosenform als Aufreißbeutel oder -schalen. Wegen seines oft intensiven Geruchs wird es von Katzen sehr gut akzeptiert und versorgt die Katze gleichzeitig beim Fressen mit Wasser. Feuchtfutter ist in der Regel teurer, als Trockenfutter und produziert mehr Abfall.

 

Hauptbestandteil von Feuchtfutter sind häufig Muskelfleisch, Innereien, Knochenmehl und pflanzliche Eiweiße. Da der Anteil tierischer Bestandteile bei Feuchtfutter oft größer ist, als bei Trockenfutter, ist das Feuchtfutter insbesondere bei Katzen sehr beliebt. Katzen sind reine Fleischfresser: Allerdings fressen sie in der Natur nicht nur das Muskelfleisch sondern das komplette Beutetier. Sie verdauen Nährstoffe aus tierischen Bestandteilen besser, als aus pflanzlichen.

 

Die Zutaten werden entweder vermischt oder in Stücken verarbeitet, zum Binden wird häufig ein Geliermittel verwendet. Geliermittel sind eigentlich nicht notwendig, werden jedoch genutzt, um dem Futter optisch mehr „Konsistenz“ zu geben, damit es beim Herausnehmen aus der Dose nicht zerfällt und nicht spritzt. Bei der anschließenden Sterilisierung des Futters zur Keimabtötung werden auch die Vitamine teilweise zerstört. Daher werden vor diesem Schritt erhöhte Mengen der Vitamine dem Futter zugesetzt.

 

Bei Feuchtfutter muss der Feuchtegehalt in Prozent auf der Packung angegeben werden. Für den Tierbesitzer lohnt sich beim Einkauf eines Feuchtfutters neben dem reinen Preisvergleich ein Vergleich des Feuchtegehaltes (Pflichtangabe auf der Packung). Der Feuchtegehalt gibt den Anteil des Wassers im Futter an. Dieser unterscheidet sich von Feuchtfutter zu Feuchtfutter. Die für die Katze relevanten Nährstoffe sind nicht im Wasser enthalten, sondern in der so genannten „Trockensubstanz“, also den festen Bestandteilen des Futters. Je höher also der Feuchtegehalt des Futters ist, desto geringer ist die Trockensubstanz und umso mehr muss ich von diesem Futter füttern, um alle Nährstoffe abzudecken. Von einem Feuchtfutter mit einem vergleichsweise niedrigeren Feuchtegehalt muss der Tierbesitzer weniger füttern.

 

Durch die häufige Verwendung von Geliermitteln und die vermehrt bindegewebigen Fleischquellen (zum Beispiel Schlund, Organe) kann bei Katzen Flatulenz (Pupsen), weicher Kot oder Durchfall auftreten. Das gilt vor allem für empfindliche Katzen.


Trockenfutter - praktisch und gut für die Zähne


Trockenfutter gibt es entweder in fester Form als Pellets oder Kroketten/Biskuits. Der große Vorteil des Trockenfutters besteht für den Tierhalter vor allem in der guten Haltbarkeit, einfachen Lagerfähigkeit und Handhabung. Trockenfutter ist oft auch etwas günstiger als Feuchtfutter.

 

Trockenfutter hat einen Wasseranteil von maximal 14%. Hauptbestandteil von Katzen-Trockenfutter ist in der Regel Fleisch- oder Geflügelmehl, gefolgt von Reis oder Mais und tierischen oder pflanzlichen Eiweißen. In einem gewissen Umfang kann auch Frischfleisch verwendet werden.

 

Je nach Konsistenz, Größe und Form kann Trockenfutter bei der Zahnreinigung unterstützten. Bei einigen Produkten werden die Kroketten mit Phosphaten behandelt, die der Bildung von Zahnbelag entgegenwirken.

 

Die früheren Akzeptanzprobleme des Futters bei Katzen wurden von den Herstellern längst mit Veränderung der Pelletstruktur und der Futterzusammensetzung behoben: Bei Pellets werden nicht mehr wie früher die Inhaltsstoffe einfach zusammengepresst. Stattdessen wird die Mischung aufwendig und unter hohem Druck unter Zugabe von Wasserdampf durch eine Düse in verschiedene Formen gepresst (Extrusionsverfahren). Anschließend werden auf die Oberfläche der Form (zum Beispiel eine Krokette) Vitamine oder Fette gesprüht, um die Akzeptanz des Futters zu steigern und die Nährstoffe zu komplettieren.

 

Da Katzen über den Tag verteilt viele kleine Mahlzeiten zu sich nehmen und Trockenfutter wegen seines geringen Wassergehalts eine deutlich höhere Energiedichte aufweist als Feuchtfutter, muss der Tierbesitzer besonders bei Trockenfutter darauf achten, dass die Katze nicht zu viel frisst. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sie übergewichtig wird.


 

Spezialfutter - die Experten für besondere Fälle


Die Kategorie „Spezialfutter“ gibt es rechtlich nicht. Hersteller und Shops verwenden die Kategorie jedoch, um die „Spezialfälle“ zusammenzufassen. Dazu gehört zum Beispiel Diätfutter oder Futter für trächtige oder säugende Kätzinnen. Da sich diese Produktkategorie inzwischen eingebürgert hat, verwendet auch Futtercoach diese Aufteilung, um die Produktsuche zu erleichtern.

 

Die „Spezialfuttermittel“ sind in ihrer Nährstoffzusammensetzung so angepasst, dass sie die besonderen Anforderungen der Katze in ihrer jeweiligen Lebenssituation berücksichtigen. Spezialfutter lassen sich wie das „normale“ Futter auch in Trocken- und Feuchtfutter unterscheiden.

 

Da die Spezialfutter ebenfalls zu der Kategorie der Alleinfutter gehören, muss der Hersteller garantieren, dass der gesetzlich vorgeschriebene Nährstoffbedarf eingehalten wird.


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