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Warum Fertigfutter? Lieber Barfen?

Ob man selber für sein Tier kochen möchte oder doch lieber ein Fertigfutter füttert, hängt von vielen Kriterien ab:


 

Selber kochen ist aufwendig und zeitintensiv. Dafür kann der Hundebesitzer selbst bestimmen, welche Zutaten er benutzt und er kann die Qualität beim Einkauf kontrollieren. Bei Fertigfuttern ist die Mischung vorgegeben. Bei sehr empfindlichen Hunden oder bestimmten Futtermittel-allergien verträgt der Hund selbst gekochtes Futter manchmal besser, als gekauftes. Da es immer frisch zubereitet wird, werden keine Konservierungsstoffe benötigt.


 

Kocht man selbst, muss der Hundebesitzer jedoch streng darauf achten, dass er seinen Hund mit allen Nährstoffen in ausreichender Menge versorgt. Neben einiger Erfahrung sollte der Hundebesitzer seinen Tierarzt um Rat fragen, mit welchen Zutaten er sein Tier am besten versorgen kann. Vielen Tierbesitzern fehlt häufig das notwendige Wissen, wie sie ihren Hund bedarfsgerecht ernähren. Eine Studie in den USA hat gezeigt, dass bei rund einem Drittel der selbst kochenden Hundebesitzer der Hund langfristig eine Nährstoffunterversorgung aufwies [vgl. Dillitzer 2009].

 

 

Bei den Fertigfuttern übernimmt diese Aufgabe der Hersteller. Er ist gesetzlich dazu verpflichtet, die aktuell geltenden Nährstoffvorgaben einzuhalten. Zusätzlich sind Herstellungsverfahren und Inhaltsstoffe geregelt (Futtermittelverordnung FMV, Futtermittelgesetzbuch LFGB, EU-Verordnung EG 1774/2002).

 

 

Fertigfutter sind für Tierbesitzer außerdem meistens einfacher zu handhaben und oft kostengünstiger.

 

 

Der führende Standard, welche Nährstoffmengen für den Hund je nach Lebensphase optimal sind, wird vom National Research Council in Washington auf Basis neuester wissenschaftlicher Forschungsergebnisse zusammengefasst und regelmäßig aktualisiert. Die aktuell gültige Fassung ist von 2006 und wurde für Deutschland übernommen.

 


Eine Sonderform der selbst gestalteten Fütterung ist das so genannte Barfen (B.A.R.F., bone and raw food). Die Hauptgrundlage dieser Fütterungsform sind rohes Fleisch und Innereien, die mit Gemüse, Obst, Ölen und Kräutern ergänzt wird. Auch bei dieser Fütterung sollte unbedingt auf eine ausgewogene Ration mit Zufuhr aller essentiellen Nährstoffe geachtet werden. Zusätzlich muss besonders auf die Hygiene und Qualität des rohen Fleischs geachtet werden.

 

 

Nächstes Kapitel:  Alleinfutter - das Futter, das alles können muss

 

 

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