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Fütterungsempfehlung für das Meerschweinchen

Wieviel Futter soll ich füttern?

 

Der tägliche Futterbedarf des Meerschweinchens setzt sich idealerweise aus Raufutter (also frischem Heu), Saftfutter (Gras, Kräuter und Gemüse) und stets verfügbarem frischen Wasser zusammen. Alternativ kann neben Raufutter auch Alleinfutter gefüttert werden.

 

Heu und im Sommer frisches Gras sind die wichtigste Basis für die gesunde Nährstoffversorgung Deines Meerschweinchens. Hinzu kommen Zweige für den Zahnabrieb, Kräuter und Gemüse. Obst sollte nur in Maßen gefüttert werden.

 

Wieviel Futter Dein Meerschweinchen benötigt, lässt sich pauschal nicht sagen, da der Bedarf von Alter, Rasse, Größe und Haltung des Meerschweinchens abhängt. Bei Heu kann man als Orientierungshilfe etwa 75 Gramm für ein 700 Gramm schweres Meerschweinchen pro Tag annehmen.


 

Wie oft sollte ich mein Meerschweinchen füttern? Wieviel Wasser braucht es?

 

Da das Meerschweinchen über den Tag verteilt bis zu 80 kleine Mahlzeiten zu sich nimmt, sollte ihm das Futter den ganzen Tag über Futter zur Verfügung stehen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass das Futter stets frisch ist und regelmäßig ausgetauscht wird.

 

Grundsätzlich sollte immer ausreichend frisches Wasser zur Verfügung stehen. Der Wasserbedarf entspricht ungefähr dem doppelten der gefressenen Menge an Trockenfutter (Verhältnis 2:1). Frisst ein Meerschweinchen etwa 60 Gramm Trockenfutter, trinkt es ungefähr 120-150 Milliliter Wasser.

 

Steht dem Meerschweinchen zu wenig Wasser zur Verfügung, sinkt nicht nur die Wasser- sondern auch die Futteraufnahme. Es besteht die Gefahr, dass sich Harnsteine bilden können.

 

Auch bei Fütterung von Saftfutter sollte immer zusätzlich frisches Wasser zur Verfügung stehen, da der Wasserbedarf aus dem Futter nicht gedeckt werden kann.


 

Soll ich das Futter häufiger wechseln?

 

Ein häufiger Futterwechsel ist bei Meerschweinchen nicht wünschenswert, da die Verdauung des Meerschweinchens sehr empfindlich ist. Die Magen-Darm-Flora muss sich auf die Verwertung der neuen Nahrung umstellen und das dauert einige Zeit.

 

Das gilt vor allem bei einem Wechsel der Futterkategorie, zum Beispiel bei der Umstellung von kommerziellen Snacks auf Gemüse. Oder aber auch bei dem Beginn der Zufütterung von frischem Grünfutter im Sommer. Innerhalb einer Kategorie ist ein Futterwechsel dagegen meist unproblematisch (zum Beispiel Möhren anstatt Fenchel).

 

Wie erfolgt der Futterwechsel: Altes und neues Futter werden gemischt, wobei der Anteil des bisherigen Futters zunächst sehr hoch ist und dann Schritt für Schritt reduziert wird, bis schließlich nur noch das neue Futter gefüttert wird. Der Wechsel sollte in rund 7 Tagen erfolgen. Durch den langsamen Wechsel vermeidet der Tierbesitzer, dass das Meerschweinchen eventuell Durchfall bekommt.


 

Ersetzen Heupellets das Heu?

 

Viele Anbieter bieten Pellets aus Heu und Kräutern an. Diese sind zwar von der Nährstoffzusammensetzung her gut, ersetzen aber nicht das Heu. Pellets fördern den Abrieb der Zähne nicht in dem Maße wie Heu. Zudem werden sie recht schnell verdaut und der Körper kann den Pellets aufgrund der kürzeren Verdauungszeit nicht so viele Nährstoffe entziehen, wie Heu.

 

Das liegt daran, dass die enthaltene Rohfaser stark gemahlen oder pulverisiert ist und den Verdauungstrakt dadurch schneller passiert. Schließlich werden die Pellets sehr schnell gegessen, viel schneller als eine vergleichbare Menge Heu. Dadurch fressen sie in der Regel deutlich weniger Heu, das dennoch zusätzlich zur Verfügung stehen sollte.


 

Was mache ich, wenn das Meerschweinchen Übergewicht hat?

 

Von Übergewicht bei Meerschweinchen spricht man bereits dann, wenn es mehr als 15% ihres Idealgewichts wiegt. Die Ursache liegt oft in der Unwissenheit der Tierbesitzer, zu großer Futtertröge, der falschen Auswahl des Futters und zu wenig Bewegung des Meerschweinchens.

Zudem haben Meerschweinchen eine hohe Futteraufnahmekapazität und bewegen sich eher wenig. Schnell kommt es hier zu einer Energieüberversorgung. Die überschüssige Energie wird in Fett umgewandelt.

 

Schließlich lieben Meerschweinchen tendenziell eher energiereiches Futter (zum Beispiel Kraftfutter) und fressen es sehr gerne. Es ist nicht leicht, dem kleinen Haustier sein Lieblingsessen wegzunehmen.

 

Da die Fettpolster unter dem Fell verborgen sind, ist Übergewicht bei Meerschweinchen nicht immer sofort sichtbar. Dabei ist Übergewicht sehr schädlich: Der Kreislauf wird stark belastet, im Herzmuskel lagert sich Fett ab und fördert das Infarktrisiko, die Tiere werden bei geringen Anstrengungen kurzatmig. Manche Tiere können unfruchtbar werden, das Risiko für andere Krankheiten steigt.

 

Füttern Sie Allein- oder Mischfutter, sollten Sie dieses ab jetzt weglassen oder deutlich reduzieren. Auch getreidehaltiges Futter sollten Sie meiden. Bieten Sie stattdessen Ihrem Meerschweinchen stets frisches Heu an. Der hohe Rohfasergehalt fördert die Verdauungsaktivität und sorgt gleichzeitig für Zahnabrieb. Füttern Sie keine oder wenige Snacks sondern stellen Sie stattdessen auf frisches Gemüse und Saftfutter um. Kontrollieren Sie die Gewichtsentwicklung Ihres Meerschweinchens regelmäßig.


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