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Ernährungstipps rund um das Thema Katzenfutter

Die Katze ist ein Überlebenskünstler: Ihre afrikanischen Vorfahren lernten in der Wüste mit wenig Wasser auszukommen, sie ist ein exzellenter Jäger, ständig auf Beutezug und jagt mehrmals täglich. Darauf hat sich ihre Verdauung perfekt eingestellt: Die Katze braucht zwischen den Mahlzeiten kaum Ruhepausen. 

 

WUSSTEN SIE,

 

 

dass die heutige Hauskatze ursprünglich aus Nordafrika stammt?

 

dass die Katze bis zu 20 kleine Mahlzeiten pro Tag frisst?

 

dass eine „Nulldiät“ für eine Katze lebensbedrohlich ist?

 

dass die Katze ihren Wasserhaushalt selbst regulieren kann?

 

Das kleine Raubtier aus dem Norden Afrikas

 

Der wilde Vorfahr unserer Hauskatze ist nicht, wie häufig angenommen, die große Wildkatze, sondern die etwas kleinere nordafrikanische Wildkatze. Diese Wildkatze war ein reiner Fleischfresser und machte Beute auf kleinere Nagetiere, zum Beispiel Vögel oder Feldmäuse. Die Wildkatze war ein Einzelgänger und jagte ihre Beute allein und nicht etwa - wie zum Beispiel der Wolf - im Rudel. Dieses Verhalten können wir noch heute bei unserer Hauskatze beobachten.

 

Unsere Hauskatze ist ein exzellenter Jäger. Im Alter von nur einem Monat kann eine junge Katze schon in „Jagdhaltung“ gehen, zwei Wochen später kann sie schon die Beute unterscheiden. Mit sechs Monaten kann eine allein auf sich gestellte Katze draußen überleben und sich die Mahlzeiten selbst erjagen.


Die vielen kleinen Mahlzeiten

 

Ein einziges Beutetier reichte der Wildkatze nicht aus, um ihren Energiebedarf zu decken. Daher jagte und fraß sie über den Tag verteilt bis zu 12 Mäuse. Sie fraß ihre Beute langsam, um beim Fressen bereits verdauen und anschließend wieder jagen zu können. Die heutige Hauskatze frisst ebenfalls in der Regel eher langsam und über den Tag verteilt viele kleine Mahlzeiten. Dadurch kommt es nicht zu einer „Überladung“ des Magens.

 

Die empfindliche Verdauung

 

Weil die Verdauung der Katze darauf spezialisiert ist, mehrmals täglich Futter zu bekommen und zu verwerten, kann eine Fastenzeit bei einer Katze schnell gefährlich werden. Der Stoffwechsel der Katze kann die fehlenden Nährstoffe nämlich nicht ersetzen. Bei fehlender regelmäßiger Zufuhr von zum Beispiel Proteinen, bestimmten Aminosäuren oder Taurin, fallen lebenswichtige Prozesse des Körpers aus. Fehlt die Aminosöure Arginin kann das bei der Verdauung entstehende Ammoniak nicht in Harnstoff umgebaut werden und die Katze wird schrittweise vergiftet. Daher ist eine so genannte „Nulldiät“ für überge­wichtige Katzen lebensgefährlich.


Der kleine Wassersparer

 

Da die afrikanische Wüstenkatze oft nur wenig Wasser trinken konnte, hat sich ihr Körper darauf spezialisiert, mit dem vorhandenen Wasser so sparsam wie möglich umzugehen: Stand der Wildkatze wenig Wasser zur Verfügung, wurde die Konzentration der Abfallstoffe im Harn erhöht. Mit diesem Trick verlor die Katze weniger Wasser, während gleichzeitig die Abbaustoffe ausgeschieden wurden. Da sie ihren Wasserbedarf weitgehend aus dem Wasseranteil des Beutetiers decken konnte, konnte sie im Notfall auf zusätzliches Wasser verzichten.

 

Viele Hauskatzen, die Feuchtfutter fressen, decken ihren Wasserbedarf weitgehend aus dem Futter und trinken nur relativ wenig Wasser zusätzlich. Bei der Haltung unserer Hauskatze sollte jedoch immer genügend Wasser zur Verfügung stehen, da Wassermangel zu Problemen im Stoffwechsel führen kann, zum Beispiel zu Harnsteinen oder Nierenerkrankungen. Der Wasseranteil in Trockenfutter ist nicht ausreichend, um den Wasserbedarf der Katze zu stillen.


Die Prägung auf das Futter

 

Eine Katze kann beim Futter sehr wählerisch sein. In den ersten Lebensmonaten erfolgt die Prägung der Katze auf das Katzenfutter. Alles, was sie in dieser Zeit frisst, wird sie später wahrscheinlich auch fressen. Anderes Katzenfutter wird sie eventuell ablehnen. Um zu vermeiden, dass eine Katze später nur ein bestimmtes Futter frisst, sollte der Tierbesitzer von Anfang an möglichst abwechslungsreich füttern. Er sollte Trockenfutter und Nassfutter abwechseln, die Hersteller häufiger wechseln und ab und zu auch selbst kochen.

 

Die abwechslungsreiche Fütterung hilft vor allem dann, wenn die Katze aufgrund einer Erkrankung ein bestimmtes Katzenfutter nicht mehr fressen darf und das Futter umgestellt werden muss.

 

Zu einer erlernten Futteraversion kann es kommen, wenn eine Katze wegen einer Erkrankung schlechte Erfahrungen mit einem Futter macht (zum Beispiel Übelkeit oder Erbrechen bei oder nach dem Fressen). Empfinden wir Menschen nach einer Fischvergiftung noch lange danach bei dem Geruch vom Fisch Übelkeit, bringt auch die Katze die negative Erfahrung mit dem Futter in Verbindung und meidet es danach, manchmal sogar für immer.


Der fehlende Sinn für Süßes

Katzen können „salzig“, „sauer“ und „bitter“ schmecken, den Geschmack "süß" kennen sie aber nicht . Die dafür erforderlichen Geschmacksknospen auf der Zunge fehlen bei der Katze. Der Mensch und fast alle Säugetiere werden von „Süßem“ magisch angezogen und daher war die Entdeckung, dass Katzen „Süßes“ gar nicht schmecken, sehr überraschend.

 

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Katze das für den süßen Geschmacks­sinn verantwortliche Gen fehlt. Da auch Tiger und Geparden „süß“ nicht erkennen können, scheint diese Veränderung in den Genen (Mutation) schon sehr alt zu sein.

 

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