• Service Hotline 089 716 778 981
  • Kostenloser Versand ab 29 €
  • 50 tage erweitertes Rückgaberecht

Braucht mein Hund eine Krankenversicherung?

Rechtsanwalt, 08.02.2016
Chirurg2
Bild: 809930 von skeeze

Auch wenn man den geliebten Hund nach bestem Wissen umsorgt, tauchen früher oder später bei jedem Vierbeiner gesundheitliche Beschwerden auf. Chronischen Erkrankungen und unerwartete Operationen können sehr kostspielig sein. Selbst notwendige medizinische Maßnahmen wie Parasitenschutz, Impfung und Entwurmung sind finanziell nicht zu vernachlässigen. Angesichts der genannten Kostenrisiken sollte der Abschluss einer Hundekrankenversicherung doch eigentlich selbstverständlich sein. Oder doch nicht?

Ist eine Krankenversicherung für den Hund sinnvoll?

Ob AGILA, Helvetia, Allianz, Petplan oder Uelzener – diese fünf bekannten Versicherungsgesellschaften bieten eine Vollkrankenversicherung für das eigene Haustier, ob Katze oder Hund, an. Neben der reinen Krankenversicherung haben diese als besondere Form der Versicherung auch noch OP-Versicherungen im Angebot. Schließt man eine volle Hundekrankenversicherung ab, sind darin zum Teil auch Vorsorge-Leistungen wie Wurmkuren oder Impfungen enthalten. Wie hoch der monatliche Beitrag der Krankenversicherung für Ihren Hund ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die OP-Versicherung umfasst ausschließlich chirurgische Eingriffe, die in Tierarztpraxen und Tierklinken vorgenommen werden. Aber auch die Vor- und Nachbehandlung sowie Materialien und Verbände und eine Unterbringung in einer Tierklinik gehören normalerweise zum Leistungsspektrum.

Die Hunderasse als wichtige Basis zur Unterscheidung

Einige Rassen erkranken leichter als andere. Bei der Allianz wird zwischen kleinen und großen Mischlingen sowie diversen Rassehunden unterschieden. Die AGILA differenziert zwischen kleinen und großen Hunden sowie erblich vorbelasteten Rassen – dazu zählen zum Beispiel Labrador, Dackel oder Schäferhund. Als Halter eines Rassehundes tut man daher gut daran, mehrere Angebote einzuholen und zu vergleichen.

Selbstbeteiligung auch beim Vierbeiner?
medical_devices_scissors
Bild: medizin-krankenhaus-klinik-arzt-225659 von falco

Auch für Hunde gibt es eine Selbstbeteiligungs-Grenze. Je höher Sie die Selbstbeteiligung bei Krankheit oder einem Unfall wählen, umso preiswerter fällt der monatliche Beitrag aus. Der Standard-Satz für die Selbstbeteiligung liegt bei der Mehrzahl der Hunde-Krankenversicherungen bei 20 Prozent. 

 

Meist gibt es mindestens 2 Tarife im Angebot – einen Basisschutz und einen etwas teureren Tarif. Der Unterschied liegt in der Höchstgrenze der Beträge, die im Versicherungsfall erstattet werden. Beim Basisschutz beträgt die Höchstgrenze 2500 Euro pro Jahr, beim Komfortschutz ist sie unbegrenzt.

 

Wieso das Hundealter wichtig ist

Auch ein Hund wird – ebenso wie ein Mensch – mit zunehmendem Alter öfters von Erkrankungen heimgesucht. Arthrose und Grauer Star kommen im Alter bei Hunden zum Beispiel häufig vor. Oftmals werden die Tarife im Alter teurer oder alte Tiere werden nicht als neue Versicherungsnehmer angenommen. Einer Gesundheitsprüfung müssen sich Hunde ab vier Jahren bei verschiedenen Versicherern ebenfalls unterziehen.

Welche Versicherung ist für den eigenen Vierbeiner nun empfehlenswert?

Welche Krankenversicherung für den Hund die Richtige ist, hängt also von verschiedenen Faktoren ab. Besitzen Sie einen älteren Hund oder eine vorbelastete Rasse, ist es durchaus möglich, dass Sie sich bei der Versicherungssuche schwertun werden. Holen Sie idealerweise Angebote mehrerer Versicherungsgesellschaften ein oder nutzen Sie einen der zahlreichen Online-Vergleichsrechner, um den passenden Tarif ausfindig zu machen. Die Leistungen der Versicherer sind oft an Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) angelehnt. Diese definiert, was ein Tierarzt für eine bestimmte Behandlung in Rechnung stellen darf. Bei einer besonders komplizierten Behandlung kann ein Tierarzt bis zum Dreifachen des GOT-Satzes verlangen. Klären Sie mit ihrer Versicherung, ob diese auch für den Dreifachsatz aufkommt.

 

Sollten Sie mehrere Hunde besitzen (insbesondere Rassehunde), können die Kosten für die Krankenversicherung schnell in ungeahnte Dimensionen schnellen, so dass zum Beispiel nur für die Hundekrankenversicherung mehr als 1.000 Euro im Monat aufzuwenden sind. Hier kann es Sinn machen, ein sogenanntes „Hunde-Notfallposter“ anzusparen, um im Fall der Fälle die Behandlungskosten selbst zu tragen. Niedrigere Beiträge zahlt man beim Abschluss einer OP- oder Unfallversicherung, diese tragen allerdings keine Kosten für notwendige Medikamente und Untersuchungen.