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Haftpflichtversicherung für Hunde - Gewappnet für den Ernstfall!

Rechtsanwalt, 04.03.2016
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Bild: calculator von stevepb

Warum ist es wichtig eine Haftpflichtversicherung für den geliebten Vierbeiner abzuschließen? Nun, so brauchen Sie nicht in Panik auszubrechen, wenn Ihr Vierbeiner einmal einem Besucher vor Schreck ins Bein beißt, beim Herumtollen bei Freunden eine Vase zu Bruch bringt oder den teuren Teppich der Schwiegereltern verschmutzt. Denn, ähnlich wie wir Menschen sind auch Hunde nicht unfallfrei.

Ist eine Haftpflichtversicherung für den Vierbeiner überhaupt notwendig?

Die rechtliche Basis für die Hundehaftpflichtversicherung liefert das Bürgerliche Gesetzbuch. Grundsätzlich gilt, dass jeder Halter eines Tieres für Sach-, Vermögens- und Personenschäden, die durch das eigene Tier verursacht werden, haftbar gemacht werden kann. Eine Ausnahme bilden nur Kleintiere wie Hamster oder Katzen, die keine eigene Versicherung benötigen. Hier springt im Schadensfall die Privathaftpflichtversicherung zumindest teilweise ein. Die Gesetzeslage in der Bundesrepublik ist uneinheitlich: In den Bundesländern Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Thüringen und Brandenburg ist der Abschluss einer Hundehaftpflicht für Hundehalter Pflicht, in anderen Bundesländer nicht bzw. nur für „Kampfhunde“.

 

Unabhängig von der rechtlichen Seite ist eine Hundehaftpflicht dennoch für jeden Hundehalter sinnvoll. Selbst wenn Sie Ihren Vierbeiner noch so gut erzogen haben, kann er doch einmal – weil er zum Beispiel erschreckt wurde – auf die Straße laufen und einen Unfall verursachen. Im schlimmsten Fall fallen dann Behandlungskosten, Verdienstausfälle und Schäden an, die in die Millionen gehen können. Aber auch kleine Unfälle mit niedrigeren Kosten werden von der Haftpflicht übernommen.

Wann zahlt die Versicherung den Schaden?

Die Hunde-Haftpflichtversicherung kommt für Fremdschäden auf, die nicht absichtlich oder sehr fahrlässig entstanden sind. Zerkratzt Ihr Hund die Möbel im eigenen Wohnzimmer oder verletzt er Sie beim Spielen, ist das nicht durch die Versicherung abgedeckt. Wurde einmal gegen die eine oder andere Vorschrift verstoßen (z. B. Leinenpflicht beim Hund) oder stand die Haustür mal einen Spalt offen, so prüft die Versicherungsgesellschaft im Einzelfall, ob und in welcher Höhe ein Anspruch auf Schadensersatz entstanden ist.

Wie unterscheiden sich die Versicherungen?
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Bild: hund-haustiere-ball-spielen-431545 von lottasilfverbrand

Wichtig bei der Auswahl der richtigen Versicherung ist, nicht nur auf eine kleine Prämie zu achten, sondern auch zu schauen, was durch den Tarif genau abgedeckt wird. Denn nicht für jede Situation ist die teurste bzw. günstigste Versicherung immer am besten. Nachfolgenden erhalten Sie einige wichtige Punkte, die Sie bei der Entscheidung durchaus berücksichtigen sollten:

 

  • Deckungssumme:

Bis zu welcher Höhe deckt eine Hundehaftpflicht Schäden ab? Die Deckungssumme sollte mindestens 3 Millionen Euro betragen. Sie kann sogar bis zu 20 Millionen Euro gehen.

 

  • Selbstbeteiligung:

Diesen Betrag müssen Sie im Schadensfall selbst tragen. Es handelt sich bei den meisten Versicherungen um 100 bis 200 Euro, kann aber auch mal 1000 Euro betragen. Den Wegfall der  Selbstbeteiligung kann der Hundebesitzer aber mit einem höheren jährlichen Beitrag zahlen.

 

  • Mietsachschäden:

Die verschiedenen Haftpflichtversicherungen für Hunde unterscheiden sich auch darin, ob sie für Schäden aufkommen, die Ihr Vierbeiner in Mietwohnungen hinterlässt. Wenn Sie zur Miete wohnen, sollte ein Schutz gegen Mietsachschäden sinnvollerweise Teil der Hundehaftpflicht sein.

 

  • Leinenzwang:

Prüfen Sie den Versicherungsvertrag daraufhin, ob er einen Leinenzwang vorsieht. Dies sollte nicht der Fall sein, denn die wenigsten Schäden passieren, wenn der Hund an der Leine seines Herrchens läuft. Manche Versicherungen übernehmen keine Schäden von Hunden, die nicht angeleint sind. Allerdings sind die meisten Tarif mittlerweile darauf angepasst, dass ein Leinenzwang keine Grundvoraussetzung ist.

 

  • Kampfhundepflicht:

Sie nennen einen Bullterrier Ihr Eigen? In vielen Bundesländern herrscht eine Versicherungspflicht für gefährliche Hunde. Allerdings versichern einige Versicherer Hunde bestimmter Rassen nicht oder verlangen besonders hohe monatliche Beiträge. Informieren Sie sich daher genau, ob Ihr Hund evtentuell zu den gefährlichen Hunderassen gezählt wird. Es gibt aber auch Anbieter die keinen Unterschied bezüglich der Rasse machen, wodurch Besitzer von Kampfhunden durchaus sparen können.

 

  • Ungewollte Deckung:

Oft ist bei den von der Versicherung angebotenen Tarifen auch ein ungewollter Deckakt miteingeschlossen, wenn beispielsweise Ihr Rüde eine Hündin deckt, ohne dass deren Besitzer das wünscht. Auch dabei handelt es sich um einen Schaden, den der Besitzer der Hündin geltend machen kann.

 

  • Welpen:

Die Jungen einer Hündin sind bei zahlreichen Haftpflichtversicherungen kostenlos mitversichert – häufig bis zum 12. Monat nach der Geburt. Besonders für private Hundezüchter kann diese Informationen sehr wichtig sein.