Jack Russell Terrier

FCI Klasse:
Gruppe 3 - Terrier
Normalgewicht:
Männlich: 5-6 kg, Weiblich: 5-6 kg
Normalgröße:
Männlich: 25-30 cm, Weiblich: 25-30 cm
Fell-Pflegebedarf:
Farbe:
zweifarbig Braun-Weiß oder Schwarz-Weiß
Fellbeschaffenheit:
kurz, rauhaarig
Hundeerfahrung / Erziehbarkeit:
Zeitlicher Aufwand:
Art der Beschäftigung:
Jagdhund, Apportierspiele, Agility, Dog Dancing
Familientauglichkeit:
Lebenserwartung:
13-16 Jahre

Portrait

Weltkarte England

Herkunft und Zweck

Im 19. Jahrhundert züchtete der Pfarrer John Russell, genannt „Jack“, aus dem Foxterrier einen kleinen Arbeitsterrier - den Jack Russell Terrier. Seine kurzen Läufe prädestinierten den Jack Russell Terrier für die Baujagd, denn er konnte aufgrund seiner flinken und beweglichen Art zügig in den Fuchsbau eindringen. Auch Reitställe entdeckten den kleinen Jack Russell Terrier für sich. Bald schon wurde er zum Lieblingshund des Reiters, denn der Jack Russell vertrieb besser als jede Katze lästige Nager wie Mäuse und Ratten aus den Pferdeställen. Durch die Bemühungen der Australier erhielt der Terrier seine typische Größe. Damit er in den Fuchsbau vordringen konnte, durfte der Jack Russell Terrier höchstens 30 cm groß sein. In Großbritannien wurde unterdessen die größere Variante mit längeren Läufen weitergezüchtet, die heute unter dem Namen Parson Russell Terrier bekannt ist. Heute erfreut sich sowohl der Jack Russell als auch sein größerer Bruder, der Parson Russell Terrier, großer Beliebtheit. Der Jack Russell Terrier ist zum Modehund geworden. Das wird den Anforderungen, die die Rasse an ihren Halter stellt, nicht gerecht.

Allgemeines Erscheinungsbild

Der Jack Russell Terrier ist ein kompakter, kleiner Arbeitsterrier mit einem wohl proportionierten Körper. Der Jack Russell Terrier ist kleiner als der Parson Russell Terrier und seine Läufe sind kürzer. Beide haben ein weißes Fell mit braunen oder schwarzen Platten und können glatt-, rau- oder stichelhaarig sein.

Charakter & Wesen

Der kleine Jack Russell Terrier ist alles andere als ein Schoßhund. Der Jack Russell Terrier ist ein kleines Energiebündel, das sich jeden Tag auf neue Aufgaben und Abenteuer freut. Er ist eine bewegungsfreudige, intelligente und arbeitswillige Hunderasse. Ob Wind oder Regen, für den Jack Russell Terrier gibt es nie einen Grund zuhause faul rumzuhängen. Ein Jack Russell Terrier, der nicht ausreichend beschäftigt wird, kann schnell unangenehm auffallen. Er wird unruhig, quirlig oder hibbelig. Da der Jack Russell Terrier ein sehr intelligenter Hund ist, sollte sehr früh und konsequent mit der Erziehung begonnen werden. Merkt der kleine Terrier nämlich, dass Herrchen  oder Frauchen nicht so recht wissen wo es lang geht, wird er versuchen seinen Dickkopf durchzusetzen. Durch seinen hohen Bewegungsdrang eignet sich der Jack Russell Terrier hervorragend für jeden Hundesport, z.B. für Agility, Frisbee oder Dog Dancing.

Bildergalerie

Was der Jack Russell Terrier braucht

Jack Russell Terrier Ernährung

Der Jack Russell ist nicht sonderlich anspruchsvoll und akzeptiert fast jedes Hundefutter. Wird der kleine Hund ausreichend bewegt, kann ein Futter für kleine, aktive Hunde den Ansprüchen optimal gerecht werden. Jack Russell Welpen benötigen ausschließlich Welpenfutter für mindestens 12 Monate.

Jack Russell Terrier Zubehör

Da der Jack Russell Terrier ein sehr aktiver Zeitgenosse ist und nichts mehr als Abwechslung im Spiel schätzt, sollte für viele Spielmöglichkeiten gesorgt werden. Der Jack Russell Terrier apportiert gerne. Mit einer Ballschleuder können Sie den Kleinen lange unterhalten und bewegen ohne selbst zu sehr aus der Puste zu kommen. Für den Jackie ist, wie für alle kleinen Hunderassen, ein Geschirr besser geeignet als ein Halsband, um zu viel Zug auf den dünnen Hals zu vermeiden.

Jack Russell Terrier Gesundheit & Pflege

Gemeinhin gilt der Jack Russell Terrier als eine gesunde Hunderasse. Bei richtiger Pflege und Betreuung kann er sogar 15 Jahre alt werden. Die Pflege des Haarkleides ist wenig aufwändig und gelegentliches Waschen und Bürsten sind völlig ausreichend. Schließlich ist der Jack Russell ein Jagdhund.

Jack Russell Terrier in Not

Der Jack Russell Terrier ist in den letzten Jahren zu einem Modehund geworden. Das hat er seiner kompakten Größe und seinem freundlichen Aussehen zu verdanken. Doch hat man sich erst einmal einen Jack Russell Terrier angeschafft, wird einem schnell klar: der Jack Russell Terrier ist kein Schoßhund sondern ein Arbeitstier, das beschäftigt werden will. Viele Jack Russell Terrier Besitzer fühlen sich dann überfordert und so wird bald ein kleiner, süßer Jackie zu einem Jack Russell Terrier in Not und landet beim Tierschutzverein oder im Tierheim.

Tierschutzverein

Für Jack Russell Terrier in Not gibt es auch spezielle Vereine, die sich eigens auf die Vermittlung von Jack Russell Terriern und Jack Russell Terrier Mischlingen spezialisiert haben. In den Nothilfen werden die Jack Russell Terrier in Not anders als im Tierheim in Pflegefamilien untergebracht. Die Pflegefamilien können dem potentiellen neuen Besitzer genaue Angaben über das Verhalten oder den Erziehungsstand des Jack Russell Terriers geben.

Tierheim

In Tierheimen sitzen viele Jack Russell Terrier in Not, die auf ein neues Zuhause warten. In den meisten Fällen werden solche Hunde abgegeben, weil die Besitzer schlichtweg den Zeitaufwand und die Beschäftigung, die ein Jack Russell Terrier benötigt, unterschätzen. Der Hund aus dem Tierheim freut sich über das Toben im Freien und der potentielle neue Besitzer kann den Jackie, für den er sich interessiert, kennenlernen. Somit kann er besser entscheiden, ob der Jack Russell Terrier die richtige Rasse für ihn ist.

Schutzgebühr

Das Tierheim sorgt zudem für die ersten wichtigen Behandlungen (Impfungen, Kastration, Chippen). Jemand, der dazu entschlossen ist, einen Jack Russell Terrier in Not zu adoptieren, erhält diesen mit Papieren und gegen eine Schutzgebühr. Die Schutzgebühr dient dazu, die entstandenen Kosten zu decken und kommt auch anderen Vierbeinern in Not zu Gute.

Kauf & Zucht

Ein Jack Russell Welpen Kauf sollte wohlüberlegt sein. Denn beim Jack Russell Terrier handelt es sich um eine aktive Hunderasse, die viel Bewegung und Förderung braucht. Außerdem hat ein Jack Russell Terrier eine durchschnittliche Lebenserwartung von 15 Jahren. Wer also „ja“ zu einem Jack Russell Terrier sagt, sagt auch „ja“ zu langen Spaziergängen, Stöckchen werfen oder Toben - auch bei Wind und Regen. Der Jack Russell Terrier ist deswegen ein idealer Begleiter für sportliche Menschen, die gerne joggen oder Ausflüge mit dem Fahrrad unternehmen. Durch seine handliche Größe lässt sich der Jack Russell Terrier überallhin mitnehmen. Wenn er dann doch am Rad müde wird, kann man ihn schnell ins Fahrradkörbchen heben und der Ausflug kann weitergehen.

Jack Russell Terrier Zucht

Die Zuchtverbände beziehungsweise Zuchtvereine stellen eine Liste mit Informationen zur Verfügung. Der Klub für Terrier e.V. von 1894 bietet zudem die gezielte Suche nach Jack Russell Terriern in unterschiedlichen Lebensphasen an. Durch die Mitgliedschaft im Zuchtverband verpflichten sich die Züchter gemäß den gesetzten Standards zu züchten und ihre Jack Russell Welpen mit Papieren und ersten Impfungen zu versorgen. Auch über Privatpersonen (sogenannte Hobbyzüchter, die keine Mitglieder in Zuchtverbänden sind) kann man auf Onlinebörsen Jack Russell Terrier kaufen - Augen auf! Es gibt zwar durchaus Hobbyzüchter, die gesunde Jack Russell Welpen verkaufen. Es treiben sich aber genauso viele Welpenhändler herum, die allein auf Profit aus sind und Massenzucht betreiben. Wir raten Ihnen bei einem unguten Gefühl dringend ab, einen solchen Hund zu kaufen - sei es aus Liebe oder Mitgefühl. 

Genetische Risiken

Generell gilt der Jack Russell Terrier als gesunde Rasse. Gelegentlich können genetische Erkrankungen vorkommen.

  • Ataxie und Myelopathie

Beide Erkrankungen machen sich erkenntlich durch Bewegungsstörungen und Muskelzittern.

  • Allergien
  • Pilzerkrankungen
  • Katarakt (Grauer Star)
    Hierbei wird die Linse im Auge immer trüber und das Sehen mehr und mehr eingeschränkt, bis zur Erblindung. Neben vielen anderen medizinischen Gründen, können v.a. beim Jungtier genetische Faktoren eine Ursache sein.
  • Linsenluxation

Die Linsenluxation ist eine Erkrankung der Augen.

  • Legg-Calve-Perthes-Syndrom (LCP)

LCP bezeichnet eine Degeneration des Hüftgelenks und betrifft vor allem den Oberschenkelkopf. Meist ist eine Operation nötig, damit der Chinese Crested Dog sich ohne Schmerzen wieder frei bewegen kann. Es ist noch nicht genau bekannt, wodurch LCP verursacht wird.

  • Patellaluxation

Eine Patellaluxation ist eine Anomalie des Kniegelenks, begründet in einer genetischen Fehlstellung des Kniegelenks. Die Kniescheibe (Patella) springt dabei aus der Führung und die Französische Bulldogge beginnt zu humpeln – zumindest bis die Kniescheibe wieder in die richtige Position zurückgesprungen ist. Die Krankheit wird je nach Schwere in Grade eingeteilt. Eine OP ist bei schwereren Graden meist erforderlich.

Zucht-Verbände und Bezug

Um einen seriösen Jack Russell Terrier Züchter zu finden, erkundigen Sie sich am besten über die offiziellen Portale des Jack Russell Terrier Verein e.V. oder natürlich beim VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen). Einen weiteren tollen Verein für den Jack Russell Terrier finden Sie hier. Informieren Sie sich ausführlich über den Jack Russell Züchter und dessen Welpen, bevor Sie einen Hund kaufen.

Grundlagen zur Welpenabgabe

Informieren Sie sich vorab genau über den Jack Russell Terrier Züchter und stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Sehen Sie das Muttertier der Welpen?
  • Ist der Preis für den Welpen vergleichbar mit dem Preis bei anderen Züchtern?
  • Wo und wie werden die Jack Russell Welpen verkauft?
  • Stellt der Verkäufer Ihnen Fragen zu Ihren Wohn- und Lebensumständen?
  • Gibt es einen rechtmäßigen Kaufvertrag, wenn Sie den Jack Russell Welpen kaufen?
  • Wie sehen die Welpen aus?
  • Hat der Züchter sich auf den Jack Russell Terrier spezialisiert?
  • Berät der Züchter Sie bezüglich des Welpen und zeigt auch negative Dinge auf?