FCI Klasse:
Gruppe 9 - Gesellschafts- und Begleithunde
Normalgewicht:
Männlich: 6,3-8,1 kg, Weiblich: 6,3-8,1 kg
Normalgröße:
Männlich: 30 cm, Weiblich: 25 cm
Fell-Pflegebedarf:
Farbe:
Silber, Apricot, helles Fawn oder Schwarz; Maske und Aalstrich sind so schwarz wie möglich
Fellbeschaffenheit:
kurz
Hundeerfahrung / Erziehbarkeit:
Zeitlicher Aufwand:
Art der Beschäftigung:
Treibball, Hütchenspiel, Futterball, Suchspiele
Familientauglichkeit:
Lebenserwartung:
12-15 Jahre

Portrait

Weltkarte China

Herkunft und Zweck

Der Ursprung des Mops liegt wohl im Orient. Das Ursprungsland ist mit China angegeben, wo Hunde, die dem sogenannten "Kindchen-Schema" entsprechen, schon seit jeher beliebt waren. Nach Europa kam der Mops mit niederländischen Geschäftsleuten und erfreute sich dort großer Beliebtheit. Danach ging es für ihn weiter nach Großbritannien.

Die lustigen Gesichtsausdrücke des Mops bringen noch heute Jedermann zum Lachen. Ständig versucht er nicht nur seinen Besitzer zu unterhalten, sondern will ihm auch gefallen. Oft wird der Mops dabei sogar als menschenähnlich bezeichnet. Heutzutage gilt er als sehr zutraulich, offen gegenüber allen Lebewesen und extrem anhänglich.        

Allgemeines Erscheinungsbild

Der Körperbau des Mops ist sehr quadratisch und kompakt, ganz nach dem Motto viel Masse auf kleinem Raum. Die Muskeln sind sehr ausgeprägt. Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper recht groß und rund mit klaren Falten auf der Stirn. Seine Nase und der Kiefer sind kurz gehalten. Feines, glattes Haar ziert beim Mops den ganzen Körper. Der Schwanz ist nach oben eingerollt.

Charakter & Wesen

Für den Mops gibt es nichts Wichtigeres als seinen Menschen. Sein fröhlicher Charakter bringt ihn in der Regel nie in Schwierigkeiten mit anderen Hunden, Tieren oder Menschen. Der Mops reagiert auf alles äußerst interessiert, er gilt nicht umsonst als einer der schlauesten Hunderassen. Reserviert betrachtet er die Dinge ohne einen Funken Aggressivität. Weiterhin ist der Mops eine sehr ruhige Rasse, er bellt kaum und eignet sich deshalb weniger als Wachhund.

Sein ausgeglichenes Gemüt macht den Mops zu einem liebevollen Familienhund und er ist ebenfalls für ältere Menschen geeignet. Kurz gesagt ist er ein idealer Begleithund, der stets Nähe zum Menschen sucht und immer an seiner Seite steht. Manchmal kann der Mops aber auch sehr dickköpfig und stur sein, wenn ihm etwas nicht in den Kram passt.

Bildergalerie

Was der Mops braucht

Mops Ernährung

Vielen ist der Mops nur als kleiner, dicker Hund bekannt, der durch sein Übergewicht an einer schweren Atmung leidet. Doch der Mops frisst genauso wie jeder andere Hund so viel Futter, wie ihm serviert wird. Es reicht vollkommen, ihm zweimal täglich seine normale Futterportion zu geben. Es sollte vermieden werden, den Mops vom Tisch oder öfter als nötig zu füttern. Er scheint stets Hunger zu haben, sein Sättigungsgefühl vermittelt ihm nicht so recht wann der Magen voll ist.

Ein Mops benötigt einen geringen Rohproteinanteil, aber ausreichend tierisches Eiweiß in seinem Futter. Ein Mangel oder Übermaß von Nährstoffen führt bei ihm neben Übergewicht auch zu Verdauungsproblemen. Da der Mops sein Futter gerne schnell verschlingt, sind kleinere, leicht zerkaubare Kroketten besser geeignet als große. Bei Fällen von Übergewicht gibt es spezielles Futter oder Diätfutter.

Mops Zubehör

Für den Mops Welpen sind – wie für jeden anderen Hund – zum Ausführen ein Halsband oder Geschirr sowie eine Leine notwendig. Das Halsband oder Geschirr sollte nicht zu sehr drücken oder einschneiden. Auch die Breite des Halsbands sollte nicht zu knapp bemessen sein, da der Mops über einen kräftigen Körperbau verfügt. Das Halsband sollte nicht über die Ohren rutschen können und gut sitzen. Besser eignet sich für den Mops wohl ein schickes Geschirr. Für kalte Wintertage empfiehlt sich ein Hundemantel oder -pullover. Der Mops besitzt ein kurzes Fell ohne Unterwolle, wenn er nicht in Bewegung ist friert er daher schnell.

Vor allem auch auf längeren Reisen sollte der Mops ausreichend mit Wasser versorgt werden. Trinkflasche und Reisenapf sollten daher bei jedem Ausflug zur Grundausrüstung zählen.

Da der Mops es gerne kuschlig, warm und weich hat, freut er sich über er ein bequemes Hundebett für süße Träume. Aufgrund seiner Intelligenz und seines lebhaften Charakters benötigt er ausreichend Beschäftigungsmaterial und Spielzeug.

Mops Gesundheit & Pflege

Der Mops verliert sehr viele Fellhaare. Dieser ständige Fellwechsel benötigt eine spezielle Pflege: Kämmen und Bürsten mit einer geeigneten Fellbürste ist jeden Tag angesagt, dabei können auch etwaige Parasiten zeitnah entdeckt werden. Zudem fördert das Kämmen die Durchblutung und entfernt die losen Haare.

Auch die Nasenpartie des Mops bedarf regelmäßiger Pflege. Die Hautfalten im Nasenbereich müssen mindestens einmal pro Woche gereinigt werden, denn dort können sich schnell Bakterien und Schmutz ansammeln.

An den Augenwinkeln des Mops zeigen sich gelegentlich Sekretreste. Diese können leicht mit einem Wattepad und etwas Wasser entfernt werden. Bei eitrigem Ausfluss sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden.

Der Zahnpflege sollte besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden, da der Mops andernfalls zu starker Zahnsteinbildung neigt. Bei einer Fütterung, die auf Nassfutter basiert, sollten Zahnbürste und Zahnpasta täglich zum Einsatz kommen.

Auch eine regelmäßige Kontrolle der Ohren sollte beim Mops vorgenommen werden. Schmutz kann leicht mit einem Wattepad und etwas Wasser am äußeren Ohr entfernt werden. Zur regelmäßigen Pflege empfehlen sich geeignete Pflegemittel.

Wie alle kurzschnäuzigen Rassen verträgt der Mops extreme Hitze oder feuchtwarmes Wetter nicht so gut wie Vertreter mit längerer Schnauze. Folglich sollte er bei solchen Temperaturen gut vor Überanstrengung geschützt werden.

Mops in Not

Da der Mops so eine beliebte Rasse ist, gibt es leider auch viele private Vermehrer und illegale Hundehändler, die aufgrund der hohen Nachfrage aus diesen liebevollen Tieren Profit schlagen wollen. Dem Massenzüchter geht es dabei nicht darum, gesunde, langlebige Mops Welpen zu züchten, sondern allein um eine schnelle, kostengünstige „Produktion“. Diese Hunde in Not werden für die Massenzucht in Käfigen gehalten - Von einer artgerechten Haltung kann also kaum die Rede sein. Der Mops zeichnet sich durch einen sehr menschenbezogenen und freundlichen Charakter aus, sodass er hohes Vertrauen in den Menschen hat. Durch eine solche Haltung in einem Massenzuchtbetrieb erleidet der Mops nicht nur äußerliche Beschwerden, sondern auch seelische Schäden.

Tierschutzverein

Tierschutzvereine bemühen sich tagtäglich darum, in Not geratene Hunde aus schlechten Lebensverhältnissen zu übernehmen und ihnen eine artgerechte Haltung zu ermöglichen. Verfügen die Vereine über kein eigenes Tierheim, werden die in Not geratenen Hunde dann an Pflegefamilien übergeben, die sich liebevoll um sie kümmern, bis für sie ein endgültiges Zuhause gefunden ist.

Der Tierschutzverein Mops Engel e.V. unterstützt den Mops in Not und sucht für ihn eine neue Pflegefamilie.

Tierheim

Auch Tierheime bieten einem in Not geratenen Mops und anderen Tieren eine Unterkunft. Hier ist es einem zukünftigen Hundebesitzer möglich, den Mops in Not vorab in Ruhe kennenzulernen. Ein ausgewachsener Mops aus dem Tierheim besitzt bereits einen ausgeprägten Charakter, mit dem man sich durch regelmäßige Spaziergänge einfach vertraut machen kann.

Schutzgebühr

Bei der Adoption ist ein Hund aus einem Tierheim in der Regel bereits kastriert, untersucht und geimpft. Um diese Kosten zu decken und anderen Tieren in Not zu helfen, wird eine Schutzgebühr vom Tierheim verlangt. Einen reinrassigen Mops in Not vermitteln Tierheime oft sehr schnell, daher ist es sinnvoll, sich diesbezüglich auf vorgesehenen Tierschutzvereinsseiten öfter und regelmäßig umzusehen.

Kauf & Zucht

Sie möchten einen Mops kaufen? Dann erwartet Sie viel mehr als nur ein kleiner, süßer Mops Welpe. Man sollte nur bei einem seriösen Züchter mit Papieren einen Mops kaufen und mögliche Tierkleinanzeigen von privaten Händlern im Internet vermeiden. Auch in den Tierheimen oder Tierschutzvereinen in Ihrer Umgebung kann durchaus auch immer wieder der ein oder andere reinrassige Mops auf ein neues Zuhause warten. Das Nachfragen lohnt sich daher in jedem Falle.

Mops Zucht

Ein seriöser Züchter entscheidet über die Gesundheit und den Charakter eines Mops und dabei sollte der Züchter einige Regeln berücksichtigen. Diese vorgeschriebenen Regeln, der sogenannte Rassestandard, beziehen sich dabei sowohl auf die äußere Erscheinung des Mops als auch auf seinen speziellen Charakter. Bei einer professionellen Zucht eines seriösen Mops Züchters wird darauf geachtet, das gewünschte Wesen des Mops beizubehalten und es an die nächste Generation von Mops Welpen weiter zu vererben. Nur so kann man den freundlichen Charakter des Mops auch zukünftig erhalten.

Gerade bei der Zucht von Molossern, zu denen der Mops zählt, sollte auf die Gesundheit der Atemwege besonderer Wert gelegt werden. Einige seriöse Züchter überprüfen vor der Wurfplanung durch Röntgen und Ultraschall, ob die Elterntiere der Mops Welpen gesund sind. Bezüglich der Atemwege wird durch Röntgen begutachtet, ob der Mops dort Auffälligkeiten aufweist. Da der Mops viele genetische Krankheitsrisiken birgt, ist es ratsam, dass auch die inneren Organe, Skelett, Haut, Augen und Zähne der Hunde vor dem Gebrauch zur Zucht kontrolliert werden. Einige Züchter lassen zwischenzeitlich ein DNA-Profil ihrer Zuchthunde erstellen, um mehr Kontrolle über die Verbreitung etwaiger genetischer Risiken zu haben. Darauf sollten Sie unbedingt achten, bevor Sie einen Mops kaufen.

Seit einiger Zeit ist der Retro Mops sehr bekannt und beliebt. Der Retro Mops entstand aus dem Ziel, den Mops wieder zu einem gesünderen Hund zurück zu züchten. Fremdanteile - ein Parson Russell Terrier - wurden zur Entstehung des Retro Mops eingekreuzt. Im Folgenden wurde der Terrier-Anteil wieder ausgekreuzt, damit der Retro Mops dem Mops von Charakter und Aussehen sehr nahe kommt. Die Retro Mops Züchter setzten fest, dass der Retro Mops keine quälenden Zuchtmerkmale aufweisen darf. Weitere Infos zum Retro Mops und dessen Welpen finden Sie hier.

Genetische Risiken

Als brachycephale Rasse besitzt der Mops leider ein höheres Risiko für genetisch bedingte Krankheiten als andere Hunderassen.

  • Brachycephales Syndrom

Der Mops neigt dazu, da sie einen kurzen, breiten Schädel hat. Mögliche Symptome sind zu enge Nüstern, ein zu langes Gaumensegel, umgestülpte Kehlkopftaschen sowie Kehlkopf- oder Luftröhrenkollaps. Der Mops leidet folglich unter Atembeschwerden, neigt zu Ohnmachtsanfällen und ist nur gering belastbar. Langfristig führt das brachycephale Syndrom zu einer erhöhten Belastung des Herzens.

  • PDE (Pug Dog Encephalitis)

Die PDE beim Mops wird als nekrotisierende Gehirnhautentzündung bezeichnet. Sie ist eine erbliche Autoimmunerkrankung und verursacht schwere Entzündungen des zentralen Nervensystems. PDE führt stets zum Tode des betroffenen Mops.

  • Atopie

Die Atopie bezeichnet die Neigung, dass der Mops auf harmlose Substanzen überempfindlich reagiert. Hauptallergene sind Hausstaubmilben, Hautschuppen, Federn, Pilzsporen und Pollen. Sie ist vergleichbar mit dem Heuschnupfen beim Menschen.

  • Patellaluxation

Eine Patellaluxation ist eine Anomalie des Kniegelenks, begründet in einer genetischen Fehlstellung des Kniegelenks. Die Kniescheibe (Patella) springt dabei aus der Führung und der Mops beginnt zu humpeln – zumindest bis die Kniescheibe wieder in die richtige Position zurückgesprungen ist. Die Krankheit wird je nach Schwere in Grade eingeteilt. Eine OP ist bei schwereren Graden meist erforderlich.

  • Hauterkrankungen

Der Mops ist oftmals anfällig für diverse Hauterkrankungen. Auch Futtermittelallergien/-unverträglichkeiten machen sich in der Regel durch starken Juckreiz an Pfoten und Haut bemerkbar.

Zucht-Verbände und Bezug

Um einen seriösen Züchter zu finden, erkundigen Sie sich am besten über die offiziellen Portale des Deutschen Mopsclub e.V. oder natürlich beim VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen). Andere tolle Vereine für den Mops finden Sie hier. Informieren Sie sich ausführlich über den Züchter und dessen Welpen, bevor Sie einen Mops kaufen.

Grundlagen zur Welpenabgabe

Informieren Sie sich vorab genau über den Züchter und stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Sehen Sie das Muttertier der Welpen?
  • Ist der Preis für den Mops Welpen vergleichbar mit dem Preis bei anderen Züchtern?
  • Wo und wie werden die Mops Welpen verkauft?
  • Stellt der Verkäufer Ihnen Fragen zu Ihren Wohn- und Lebensumständen?
  • Gibt es einen rechtmäßigen Kaufvertrag für den Mops Welpen?
  • Wie sehen die Mops Welpen aus?
  • Hat der Züchter sich auf die Rasse spezialisiert?
  • Berät der Züchter Sie bezüglich der Rasse sowie den Welpen und zeigt auch negative Dinge auf?