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Wie wird Hundefutter eigentlich hergestellt?

Maike, 03.06.2016
Hundefutter2
Bild: 35009 von deborah miller56

Wir wollen alle nur das Beste für unser vierbeiniges Familienmitglied, und dazu gehört auch eine gute Fütterung. Unabhängig von Fragen wie: Mit oder ohne Getreide? Wie hoch soll der Fleischanteil sein? Nass- oder Trockenfutter? gibt es mittlerweile auch verschiedene Herstellungsverfahren. Wir möchten einen Überblick über die aktuellen Trends geben.

Die Trends in der Herstellung von Hundefutter

Bei allen Verfahren in der Herstellung werden die Futterbestandteile zunächst zerkleinert, denn der Hund muss sein Futter auch gut fressen können. Getreide und Gemüse muss bei allen Herstellungsweisen entweder zu Beginn, oder im Laufe des Verfahrens erhitzt werden. Dadurch wird die Stärke aufgeschlossen und das Lebensmittel wird für den Hund verdaulich. Ist die Stärke nicht durch Quetschen oder Erhitzen vorbehandelt worden, bekommt der Hund Bauchschmerzen und Diarrhoe. Bei allen Verfahren muss außerdem sichergestellt werden, dass Keime abgetötet werden um ein sicheres Produkt und eine lange Haltbarkeit gewährleistet werden können.
 

  • Backverfahren: Diese Herstellung ist sehr traditionell und nicht für größere Mengen geeignet. Die Zutaten werden zusammen zu einem Teig vermischt und allmählich erhitzt um möglichst wenige Inhaltsstoffe zu zerstören. Hundekekse gehören fast immer zum gebackenen Futter. Die Formen werden ähnlich wie beim Plätzchenbacken vorgegeben. Der Vorteil liegt in der schonenden Erhitzung, wodurch der Nährstoffgehalt oft höher ist. Die etwas härtere Konsistenz des gebackenen Futters ist gut für die Kaumuskulatur und die Zahngesundheit. Für uns Menschen riecht gebackenes Futter oft etwas aromatischer und weniger intensiv "nach Hundefutter".
     
  • Sterilisieren: Das klassische Verfahren in der Nassfutterherstellung. Das Futter wird bei der Herstellung in den Konserven ungefähr eine Stunde bei 123 Grad erhitzt. Dadurch werden alle Keime abgetötet und das Futter bleibt sehr lange haltbar. Genau auf diese Art werden im menschlichen Ernährungsbereich auch Dosen-Eintöpfe uns Suppen haltbar gemacht. Die hohe Erhitzung in einem abgeschlossenen Behältnis, sorgt dafür, dass auch schwer zerstörbare Keime nicht überleben können. Aus diesem Grund ist Nassfutter als Vollkonserve auch länger haltbar als Trockenfutter, obwohl der Feuchtigkeitsgehalt sehr hoch ist. Durch dieses Herstellungsverfahren ist es möglich, saftiges Fleisch ohne Risiko lange zu verwahren und zu verfüttern. Sobald die Dose geöffnet ist, hält sich der Inhalt ungekühlt aber nur noch wenige Stunden.
     
  • Extrudation: Mit Hilfe von Druck, Wasserdampf, hohen Temperaturen und Scherkräften, werden die Bestandteile des Futters aufgeschlossen. Es entsteht, ähnlich wie beim Backen ein Brei, das sogenannte Extrudat. Im Gegensatz zum Backverfahren, wo oft viel Stärke und Kohlenhydrate benötigt werden, kann beim Extrudieren jede Art von Trockenfutter produziert werden. Beim Pressen durch eine kleine Düse, kann das Extrudat in beliebige Formen gefüllt werden. Durch Hitze und Druck werden alle Keime abgetötet. Danach erfolgt die Trocknung in Trocknungsanlagen und das Trockenfutter ist fertig.
     
  • Kaltgepresstes Futter: Die Rohstoffe werden zerkleinert und getrocknet, durch Druck entsteht ein Brei der sich anschließend in verschiedene Formen füllen lässt. Durch den Druck entstehen Temperaturen von 40-80 Grad. Bei diesen niedrigen Temperaturen bleiben fast alle Nährstoffe enthalten, das Risiko einer mikrobiellen Verunreinigung und einer schlechten Verdaulichkeit, durch mangelhafte Erhitzung stärkehaltiger Bestandteile ist jedoch deutlich höher. Das Futter ist sehr nährstoffreich, allerdings nicht lange haltbar und das Risiko der bakteriellen Besiedelung ist deutlich höher.
Welches Verfahren ist nun besser?

Ein abschließendes Fazit mit einer eindeutigen Empfehlung ist nicht möglich, da alle Verfahren ihre eigenen Vor- und Nachteile haben, zum Beispiel was den Anteil von Keimen, die Haltbarkeit oder den Aufwand der Herstellung und somit die Kosten angeht. Am wichtigsten ist, dass das Futter von Ihrem Liebling gut vertragen wird, egal ob gebackenes, extrudiertes, kaltgepresstes Trockenfutter oder Nassfutter.

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