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Kapitel 8: Gefährliche Lebensmittel für den Hund

Wussten Sie,
dass eine Tafel Schokolade für einen Dackel tödlich sein kann?
dass Zwiebeln bei Hunden zu Blutarmut führen können?
dass die Blausäure in Pfirsichkernen das Atemzentrum still legen können?
dass größere Mengen Weintrauben und Rosinen für Hunde stark giftig sein können?

Es gibt einige Lebensmittel, die zwar für den Menschen nicht schädlich oder sogar sehr gesund sind, für unseren Hund aber sehr giftig sind. Die wichtigsten haben wir für Sie zusammengestellt.

Bitte beachten Sie, dass diese Liste nicht vollständig ist. Grundsätzlich sollten Sie Ihren Hund am besten mit Hundefutter und -leckerli füttern. Kochen Sie selber, gibt Ihnen Ihr Tierarzt gerne Ratschläge, welche Zutaten und Leckerlis für Ihren Hund am besten sind [Selber kochen oder kochen lassen].

Wenn Ihr Hund etwas Giftiges gefressen hat, sollten Sie in jedem Fall unverzüglich Ihren Tierarzt um Rat fragen.

Schokolade und Kakao

Sie sind schlecht für unsere Zähne und die Figur, aber wir lieben sie trotzdem: Süßigkeiten! Und auch unser Hund sagt in der Regel nicht nein, wenn wir ihm einen Schokoriegel geben. Während wir Menschen aber im schlimmsten Fall ein paar Kilo mehr wiegen und der Zahnarzt die Löcher stopft, ist Schokolade für Hunde giftig und kann zum Tode führen.

Schokolade (bis auf weiße Schokolade) enthält Theobromin, das wichtige Körperfunktionen des Hundes außer Kraft setzt. Theobromin ist in der Kakaobohne enthalten und kommt in Schokolade in unterschiedlicher Konzentrationen vor. Der Hund wird unruhig, bekommt Krämpfe, Herzrhythmusstörungen oder Erbrechen. Frisst ein Dackel eine Tafel Schokolade, stirbt er sehr wahrscheinlich. Die höchste Konzentration von Theobromin im Blut ist nach rund 2-4 Stunden erreicht. In der Tiermedizin ist Theobromin als stark giftig eingestuft, das heißt bei Einnahme bereits kleiner Mengen giftig (UZH 2011).

Weintrauben und Rosinen

Die genaue Wirkungsweise ist noch nicht geklärt, aber dass Weintrauben und Rosinen giftig sind, ist bekannt. Ein starker Anstieg des Kalziumspiegels im Blut des Hundes konnte nachgewiesen werden, die Ursachen sind noch unklar.

Symptome sind Magenkrämpfe, Erbrechen, Durchfall, in schweren Fällen führten Weintrauben und Rosinen zu sogar Nierenversagen und Tod. In der Tiermedizin sind Weintrauben und Rosinen als stark giftig eingestuft, das heißt bei Einnahme bereits kleiner Mengen giftig (UZH 2011).

Obstkerne

Obstkerne (zum Beispiel Kirsche, Pflaume) enthalten Blausäure, die beim Zerbeißen der Kerne freigesetzt wird. Blausäure greift die Schleimhäute des Tieres an, außerdem wird die Zellatmung geblockt. Der Sauerstoff wird nicht mehr zu Energie umgewandelt, bleibt im Blut und fließt in die Venen. Durch Schädigung der Nervenzellen des Atemzentrums kommt es schließlich zum Tod.

Symptome einer Blausäurevergiftung sind Erbrechen, Durchfall, Fieber, Atemnot und Krämpfe. In der Tiermedizin wird Blausäure als giftig eingestuft, das heißt bei Einnahme großer Mengen treten Störungen des Tieres auf. Je nach Pflanze/Obst ist die Einstufung stark giftig, das heißt bei Einnahme bereits kleiner Mengen giftig (UZH 2011).

Zwiebeln, Knoblauch und andere Zwiebelgewächse

Nicht füttern sollte der Hundebesitzer Zwiebelgewächse (Zwiebeln, Knoblauch, Lauch). Die Wirkstoffe N-Propyldisulfid bzw. Allicin verursachen eine starke Vergiftung des Hundes: Die Schwefelverbindungen der Zwiebel oder Knoblauch greifen die roten Blutkörperchen an und schwächen sie. Dadurch bilden sich so genannte „Heinz-Körperchen“, die das Blutkörperchen zerstören. Es kommt zu Blutarmut.

Der Hund erbricht, bekommt Durchfall, ist schwach, die Schleimhäute sind farblos, der Puls ist schwach. Eine mittelgroße Zwiebel kann für einen kleinen Hund tödlich sein. In der Tiermedizin ist die Zwiebel als giftig eingestuft, das heißt bei Einnahme großer Mengen treten Störungen des Tieres auf (UZH 2011).

Avocados

Avocados enthaltend das Gift Persin, das für Menschen keine negativen Folgen hat, für Tiere aber leider schon. Die genauen Zusammenhänge sind noch nicht bekannt, dafür aber die Auswirkungen: Das Gift verursacht bei Hunden Herzmuskelschäden, Atemnot, Husten, Unruhe und allgemeine Schwäche. In der Tiermedizin ist die Avocado als giftig eingestuft, das heißt bei Einnahme großer Mengen treten Störungen des Tieres auf (UZH 2011).