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Kapitel X: Die Wirkung der Nährstoffe im Kaninchenfutter

Wussten Sie,

  • dass Kaninchen für Fleischfresser unverdaulichen Pflanzenbestandteile verwenden können?
  • dass die Verwertung von Kalzium und Phosphor voneinander abhängig ist?
  • dass Proteine an fast allen wichtigen Körperfunktionen beteiligt sind?

Überall lesen wir von wichtigen Nährstoffen, aber was genau damit gemeint ist, ist manchmal unklar. Nährstoffe sind neben Wasser vor allem Kohlenhydrate, Proteine, Fette, Mineralien, Spurenelemente und die Vitamine.

Jeder Nährstoff erfüllt eine bestimmte Funktion im Körper. Man kann aber nicht einfach beliebig viel von jedem Nährstoff füttern, denn dann können Störungen auftreten. Das Gleiche gilt für eine Unterversorgung mit Nährstoffen.

Ballaststoffe

Für das Kaninchen sind Ballaststoffe, wie zum Beispiel Heu oder Blätter, eine wichtige Energiequelle. Ballaststoffe sind weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile, die vor allem in Pflanzen vorkommen. Die Zellwände von Pflanzen bestehen beispielsweise hauptsächlich aus dem Ballaststoff Cellulose.

Das Kaninchen verfügt als reiner Pflanzenfresser über spezielle Darmbakterien, die die in den Pflanzen enthaltenen Ballaststoffe spalten und in Energie umwandeln können. Typische Futtermittel mit vielen Ballaststoffe sind Heu, Grünfutter und Gemüse.

Für junge Kaninchen stellt zusätzlich das Kohlenhydrat Laktose (Milchzucker) eine wichtige Energiequelle dar.

Funktion

Energiequelle, Ballaststoffe für die Verdauung

Folgen bei Mangelversorgung

Durchfall

Folgen bei Überversorgung

Übergewicht

Proteine

Die Proteine, oder Eiweiße, sind aus so genannten Aminosäuren aufgebaut, die lebenswichtige Funktionen im Stoffwechsel beeinflussen. Aminosäuren, die das Kaninchen selbst bilden kann, heißen nicht essentielle Aminosäuren. Aminosäuren, die das Kaninchen nicht bilden kann und daher über die Nahrung aufnehmen muss, heißen essentielle Aminosäuren.

Die Aminosäuren sind wichtig für den Zellaufbau, die Haut und das Fell, die Enzym-, Hormon- und Sekretbildung im Stoffwechsel.

Funktion

Versorgung mit Aminosäuren und Stickstoff für das Immunsystem und das Gewebe/die Haut

Folgen bei Mangelversorgung

Wachstumsstörungen, Fell- und Hautveränderungen

Folgen bei Überversorgung

Weicher Kot

Mineralien

Mineralien sind lebensnotwendige anorganische Stoffe, das heißt Stoffe, in denen kein Kohlenstoff enthalten ist. Bei den Mineralien gibt es Mengen- und Spurenelemente. Der Unterschied zwischen den beiden Kategorien ist lediglich die Häufigkeit, in der sie natürlich vorkommen. Mengenelemente kommen pro Kilo häufiger als 50 mg vor, Spurenelemente seltener.

Bei den Mineralien gibt es zwischen den Stoffen Wechselwirkungen und Abhängigkeiten. Bei Kalzium und Phosphor muss man neben den absoluten Werten auch auf das Verhältnis der beiden Stoffe zueinander achten. Der Grund ist, dass Kalzium und Phosphor mit dem gleichen Transportsystem in den Blutkreislauf transportiert werden.

Wird zum Beispiel zu viel Kalzium zugeführt, kann Phosphor nicht in den Blutkreislauf gebracht werden und es kommt indirekt zu einem Phosphormangel. Wechselwirkungen bestehen auch zwischen Kupfer, Zink und Magnesium.

Warum kann zu viel Kalzium schädlich sein [mehr Informationen]?

Vitamine

Was sind Vitamine überhaupt? Vitamine sind organische Nährstoffe (organisch = mit Kohlenstoff), die in kleinen Mengen lebensnotwendig sind und vom Menschen oder Tier nicht oder nur teilweise selbst hergestellt werden können. Es gibt fettlösliche und wasserlösliche Vitamine. Fettlösliche Vitamine brauchen Fett oder Öl, um vom Körper aufgenommen werden zu können.

Im Unterschied zu den fettlöslichen Vitaminen wurden bei den wasserlöslichen Vitaminen keine Schäden bei Überversorgung nachgewiesen. Der Überschuss wird mit dem Urin des Kaninchens einfach ausgeschieden.

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